Denn die Liebe

ist das Wichtigste.
 

Tugenden und Freundschaft


  

Bevor die Kinder bei uns frei, selbständig Reiten, lernen die Kinder bei uns viele Tugenden, welche für uns die Voraussetzungen sind bevor wir die Kinder frei reiten lassen und wodurch fühlende, respektvolle und für das Pony denkende Reiter heranwachsen.

GEDULD. Beide haben drei Jahre lang Geduld bewiesen, indem sie viel und lange Reiten geübt, sowie die Ponys wirklich kennengelernt haben. Für uns etwas vom wichtigsten, für zukünftige Reiter, bei denen immer das Wohl der Ponys im Vordergrund steht. Alle unsere Reitschüler müssen bei uns über Jahre durch die Voltigier- und Bodenarbeit´s Schule, bevor sie lernen dürfen ein Pony selber zu reiten.

AUSDAUER. Mit viel Geduld und Ausdauer haben sie an ihrem Sitz gearbeitet und gelernt mit den Bewegungen des Ponyrückens fließend mitzugehen. Heute sitzen sie ohne Angst und ohne sich festhalten zu müssen sicher, elastisch und frei auf dem Ponyrücken und haben eine ruhige Hand, um somit dem Pony niemals Schmerzen am Kopf oder am Hals zuzufügen. Absolute Bedingung bei uns, um die Zügel oder den Halsring halten zu dürfen. Ebenso haben sie über Jahre ausdauernd gelernt ein Pony vom Boden durch ihre Körpersprache zu führen. Für uns die Grundvoraussetzung, erst wer ein Pony fein, liebevoll und selbstsicher vom Boden auf dem Reitplatz durch verschiedenen Trailaufgaben, sowie im Gelände führen kann, kann dies auch vom Ponyrücken aus.

FREUNDSCHAFT. Über die vielen, vielen Stunden, welche die Kinder gemeinsam mit dem Ponys auf gleicher Augenhöhe verbracht haben, sind tiefe Freundschaften zwischen Kind und Pony entstanden. Freundschaft, die sich gegenseitig trägt, kennt und versteht, entsteht nicht beim Reiten, sondern wenn sich beide Wesen gegenüberstehen – bei der ausgiebigen Fellpflege, Kraulen, Kuscheln, Zeit mit einander verbringen und nebeneinander gehen. Freundschaft ist das Lebenselixier für zukünftige harmonische Reiter/Ponypaaren. Echte Freundschaft, ohne jeglichem Konsumdenken und Erwartungen.

FÜRSORGE. Ebenso wächst eine starke Freundschaft bei der Fürsorge des anderen Wesens. Ansonsten ist die Freundschaft nicht echt, sondern nur oberflächlich. Erst wenn die Kinder „ihre“ Ponys, pflegen und versorgen lernen sie ihre Freunde wirklich kennen. Und indem sie sich dabei selbstlos aufopfern, etwas für den anderen tun, zuerst an den anderen denken, bei Regen und Schnee durch Matsch und Mist stapfen, mit klammen Händen Heunetze füllen und Schubkarren den Berg hoch stossen, wachsen sie zu bewundernswerten und mitfühlenden jungen Menschen heran. Menschen denen das Wohl anderer wichtig ist und Menschen, die fürsorglich und aufopferungsvoll und selbstlose Reiter, die das Wesen Pferd und seine Bedürfnisse kennen und achten.

Geduldige, ausdauernde und fürsorgliche FREUNDE für unsere Ponys, das ist unser Herzenswunsch und der Grund unserer Reitschule.

Wir wollen keine Reiter für irgendwelche Menschen bespassende und unterhaltende Lektionen ausbilden, sondern auf unserem Hof in unserem Zuhause sollen Freundschaften entstehen. Das steht bei uns über allem, wir sind wie eine grosse Familie mit unseren Ponys und Reitschülern. Denn was bringt es Kindern, wenn sie Schleifen gewinnen und ach so tolle Lektionen reiten können. Für uns sind das zu oft Hungerspiele für beide Lebewesen, aber Freunde schenken einem die Kraft in den Herausforderungen und Schmerzen dieser Welt zu überleben.

Und Freunde müssen ihre Ponys nicht mit allerlei Hilfsmittel verschnüren und antreiben, sondern sie spüren und fühlen den anderen und vereinen sich in Gedanken verbunden zum Zentauren.

Wir und unsere Ponys sind eine Familie und wir möchten Freunde sein – für Kinder. Und bei uns sollen die Kinder in allererster Linie lernen und erfahren was FREUNDE sind .

Gute Freunde sind wie Diamanten, wertvoll, selten und einzigartig!

Wir möchten bei uns den Raum, die Zeit und die Ruhe schaffen, dass solche sehr stärkende, tragende und heutzutage unverzichtbare Freundschaften zwischen Kind und Tier entstehen können.

Kinder brauchen dies in der heutigen Welt um so mehr und wir müssen dringend den Raum dafür schaffen.

Damit so etwas entsteht, darf aber niemals, die Leistung, das Reiten und Erfolg darin haben, das Lernen und immer alles in der Gruppe machen müssen, im Vordergrund stehen. Sondern die Kinder müssen Zeit haben anzukommen und allein Zeit mit dem Pony verbringen dürfen.

Denn dies geschieht nicht in der Reitstunde, beim gemeinsamen Ponypflege, etc. und in einem kurzen Zeitrahmen. Sondern wir geben unseren Schülern dafür viel Zeit und Raum und wir schenken ihnen das Vertrauen und die Freiheit ganz allein mit dem Pony zu sein. Denn nur so entstehen solche, so unglaublich stärkenden Freundschaften. Kinder brauchen nicht immer einen Erwachsenen daneben.

Bei uns holen schon die Estklässer ihr Pony, nach dem wir sie einige Male dabei begleitet haben, alleine raus und verwöhnen & pflegen dann ihr frei stehendes Pony alleine. Dann ist Magie im Raum und die Energien, dieser zwei Wesen verschmelzen und kommen in Einklang.

  

 
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